Die Grundlagen der Erkältung

Eine Erkältung ist eine unangenehme Angelegenheit und dennoch erkranken wir jährlich mindestens einmal daran. Manche sogar mehrmals im Jahr. Vor allem in den kalten Jahreszeiten ist die Anfälligkeit für Schnupfen, tränende Augen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen besonders hoch. Die aufkommende Abgeschlagenheit macht es unmöglich alltägliche Aufgaben noch zu bewältigen, wir fühlen uns elend und klagen über Kopf- und Gliederschmerzen, Ohrenschmerzen und andere Symptome. Glücklicherweise ist eine Erkältung schnell überstanden und in den meisten Fällen wird der Besuch bei einem Arzt gar nicht notwendig. Mit einigen altbewährten Hausmitteln lässt sich die Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, schnell überwinden.

Woher kommt die Erkältung / grippaler Infekt?

Wir wissen eigentlich, dass Grippeviren oder andere Viren kalte Umgebungen meiden und in kaltem Milieu auch nicht lange überleben können. Auch trockene Heizungsluft im Inneren einer Wohnung ist ein sehr unbeliebter Ort für Viren. Kälte und trockene Luft können also nicht die Ursache für eine Ansteckung sein. Aber warum stecken sich dann so viele Menschen an den Virusinfektionen an und  aus welchem Grund folgt der einen Grippewelle bereits die nächste? Wo ist der Ursprung der Erkältung?

Es wird natürlich viel darüber diskutiert, ob sich Menschen tatsächlich gegenseitig anstecken können und ob Viren zu den genannten Symptomen führen. Gehen wir aber zunächst davon aus, dass wir uns bei unserem Nachbarn oder Arbeitskollegen angesteckt haben. Aufgrund von mangelnder Hygiene und anderen Übertragungsmöglichkeiten sind die Viren des Gegenübers auch in unseren Organismus gelangt. (Tröpfcheninfektion) Die Inkubationszeit – also die Zeit der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome – dauert bei Grippeviren oder ähnlichen Viren etwa 3-4 Tage. Danach ist der Mensch trotz der Symptome nicht mehr ansteckend.

Fakt ist, dass Grippe und Co. nichts mit den kalten Monaten zu tun haben. Unser Immunsystem hat in den kalten Monaten einfach mehr zu tun und ist durchaus geschwächt. Denn Viren und Bakterien treffen uns im Sommer genauso. Häufig spüren wir sogar in den Übergangsphasen der Jahreszeiten leichte Erkältungssymptome. Grund dafür ist, dass unser Immunsystem ständig damit zu kämpfen hat, Viren und Bakterien fern zu halten.

Im Sommer braucht sich der Körper meist nicht damit befassen, sich warm zu halten oder dringend benötigte Vitamine aus den Speicherorten des Organismus zu ziehen. Dann produziert der Organismus nämlich selbst Vitamine, welche unter anderem aufgrund des Sonnenlichts zustande kommen. Und auch sonst trinken wir im Sommer automatisch mehr, ernähren uns meist gesünder und ausgewogener und gehen häufiger an die frische Luft.

All diese Faktoren fallen im Winter plötzlich weg und unser Immunsystem ist damit beschäftigt, diese Faktoren auszugleichen. Die Folge: Die Abwehrzellen sind nicht mehr so stark und wir werden anfällig für Viren und Bakterien.

Im Grunde müssen wir also verstehen, dass es nicht an der Jahreszeit liegt, warum wir eine Erkältung bekommen. Es liegt an unseren Lebensumständen, an der Ernährung und anderen Faktoren, die es Viren oder Bakterien im Winter einfacher machen.

Husten, Schnupfen und Heiserkeit vorbeugen

Tatsächlich gibt es auch im Winter Menschen, die gar nicht wissen was eine Erkältung überhaupt ist. Gründe dafür gibt es viele, die wesentlichen haben wir euch einmal aufgeführt:

  • Auch im Winter wird die Aufnahme der Flüssigkeit nicht reduziert
  • Der tägliche Gang an die frische Luft ist immer noch vorhanden
  • Entsprechende Kleidung schützt den Organismus vor einer Auskühlung
  • Die Ernährung basiert auch im Winter auf einer ausgewogenen Basis mit frischem Obst, Gemüse und anderen Produkten.
  • Es wird weiterhin für ausreichend Bewegung gesorgt

Eigentlich ist es so einfach nicht den tückischen Viren zu erliegen und letztendlich mit Schnupfen und Husten im Bett zu liegen. Wir dürfen unsere guten Gewohnheiten einfach nicht vernachlässigen.

Was tun wenn die Erkältung einen erwischt?

Im Grunde sollte zunächst zwischen einer Erkältung und einer Grippe unterschieden werden. Während es sich bei der Erkältung um einen grippalen Infekt handelt und harmlos verläuft, sind bei der tatsächlichen Grippe so genannte Influenza-Viren im Spiel. Sie kann einen sehr langwierigen Verlauf haben und muss oft mit Antibiotika behandelt werden. Während die Grippe meist sehr plötzlich beginnt, ist der Verlauf der Erkältung erst einmal schleichend.

Wer erste Anzeichen wie ein Kratzen im Hals, eine trockene und gereizte Nase oder leichte Benommenheit verspürt, der sollte aktiv werden. Wichtig ist die Aufnahme von viel Flüssigkeit, denn noch ist der Körper in der Lage, die eigedrungen Viren selbst zu bekämpfen. Zusätzliche Vitaminpräparate und einfache Hausmittel helfen bei der Wiederherstellung des Immunsystems. Wäre es von Anfang an intakt gewesen, wäre es im Übrigen vielleicht gar nicht erst zu einer Infektion gekommen. Jetzt gilt es, den körpereigenen Abwehrkräften zu helfen.

  • 2-3 Liter Wasser trinken
  • Grünen Tee mit Zitrone zuführen
  • Warme Bäder mit ätherischen Ölen aus z.B. Eukalyptus
  • Viel Schlaf
  • Vitaminreiche Kost
  • Inhalation zur Schleimhautbefeuchtung

Über 200 verschiedene Virenarten im Umlauf

Husten, Schnupfen und Heiserkeit können durch verschiedene Viren ausgelöst werden. Und Fakt ist, dass jeder Mensch nur einmal oder höchstens zweimal an ein und derselben Virusinfektion erkranken kann. Haben die körpereigenen Abwehrkräfte die schädlichen Viren nämlich einmal besiegt, so haben die gleichen Eindringlinge beim nächsten Versuch gar keine Chance mehr. Der Körper reagiert schneller mit dem passenden Abwehrstoff und eine Infektion wird gar nicht erst bemerkt. Leider gibt es nicht nur eine Art von Viren und so muss unser Organismus nach jeder Infektion neu dazu lernen. Glücklicherweise ist bei einem gesunden Menschen das Immunsystem so intakt, dass die kleinen Schädlinge kaum eine Chance haben.

Ist eine Impfung gegen Grippe und Erkältungsviren sinnvoll?

Das muss jeder für sich entscheiden. Ich möchte niemandem die Empfehlung aussprechen sich nicht gegen Grippe impfen zu lassen, allerdings ist es aufgrund eben genannter Faktoren nicht wirklich möglich, gegen alle Grippeviren zu impfen. Immerhin weiß man während der Impfung gar nicht, welche Virenarten sich als nächstes den Weg in unser Immunsystem suchen. Hinzu kommt: Viren sind sehr wandelbar und anpassungsfähig. Immungeschwächte oder ältere Menschen und auch Menschen mit vielen Vorerkrankungen sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen welche Impfungen für sie sinnvoll sind. Denn bei einem bereits vorbelastetem Körper kann auch eine einfache Grippe schwerwiegende Folgen haben.

Erkältung behandeln und vorbeugende Maßnahmen ergreifen

Ist eine Erkältung erfolgreich durchgestanden, so können aktive Maßnahmen ergriffen werden, um einer nächsten Ansteckung vorzubeugen. Und das muss nicht einmal eine Impfung sein. Das Immunsystem kann überwiegend über unsere Nahrung und diverse Nahrungsergänzungsmittel aufgebaut werden. Bereits während der Erkältungs- und Krankheitsphase kann man das Immunsystem mit diversen Hausmitteln unterstützen.

Die Behandlung einer Erkältung muss nicht zwingend über den Arzt erfolgen, solange keine schwerwiegenderen Symptome als die üblichen Erkältungssymptome auftreten. Vermutlich wird vom Arzt hauptsächlich der Krankenschein benötigt um die Erkältung in aller Ruhe auskurieren zu können. Und diese ist auch dringend anzuraten, denn der Körper braucht vor allem jetzt Ruhe. Erkältungen die mit auf die Arbeit geschleppt werden können dann auch einen schlimmeren und langwierigeren Verlauf einnehmen. Stress und Konzentration wäre für den geschwächten Organismus kaum zu ertragen und der Körper würde heftigere Symptome auf den Plan rufen, um seine benötigte Ruhe zu bekommen.

Welche aktiven Maßnahmen man mit einfachen Hausmitteln ergreifen kann und wie das Immunsystem während und nach einer Erkältung wieder gestärkt wird, das behandelt der nächste Artikel zum Thema „Hausmittel während einer Erkältung“.

 

 

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